Zeitschrift diskurs – neuer Call: Theoretisch innovative Analysen politischer Praxis

Die Zeitschrift diskurs richtet sich nach 8 Jahren neu aus. Das wesentliche Motiv der neuen inhaltlichen Leitlinien spiegelt sich unmittelbar im vorliegenden Call wieder: Die Konzentration auf innovative Ansätze, welche die wechselseitige Sättigung von Theorie und Praxis in den Mittelpunkt stellen.

diskurs sucht wissenschaftliche Analysen, die politische Praxis und politische Theorie in einen engen Dialog treten lassen. Politische Praxis erhält erst durch die theoretische Reflexion einen empirischen Stellenwert – theoretische Innovation wiederum beruht auf der Irritation von Theorie durch die empirische politische Praxis. Nur durch eine wechselseitige Sättigung und Interaktion von Theorie und Empirie kann ein angemessenes Verständnis der unendlich vielfältigen politischen Praxis gewonnen werden.

Politische Praxis wird dabei als nie abgeschlossenes Ringen um die Konstituierung sozialer Ordnungen verstanden und kann demnach nicht a priori auf „das politische System“ begrenzt werden. Je nach Kontext und Erkenntnisinteresse muss der/die Analytiker/in politische Praxis in einer offenen Suchbewegung immer wieder neu entdecken, also „zu den Dingen selbst zurück kehren“ (Boltanski), statt vor allem das zu heraus zu finden, was bereits im erkenntnisleitenden Modell angelegt ist. Eine derartige Forschungsstrategie verbindet nicht nur theoretische Argumentationen und Empirie, sondern ist zugleich immer wieder offen für neue, originelle und kritische Ansätze aus den unterschiedlichsten Forschungsperspektiven.

diskurs sucht demnach Arbeiten, die sich durch Originalität auszeichnen und ausgetretene Pfade verlassen. Theorie und Empirie sollen innovativ verbunden werden, um der Vielfalt der politischen Praxis möglichst gerecht zu werden. Dieser Call ist folglich bewusst offen gehalten. Er enthält keine Eingrenzung auf ein bestimmtes Feld, Phänomen, eine spezielle Theorie oder Methode. Der Call soll als ein erster Schritt dazu beitragen, zunächst ein Verständnis der vielen möglichen Analysewege politischer Praxis zu entwickeln.

Einreichungen sollten zwischen 9000 und höchstens 12.000 Wörter umfassen. Bitte senden Sie Ihren Beitrag bis spätestens 30. September 2014 an redaktion@diskurs-zeitschrift.de. Sie erhalten nach spätestens 4 Wochen eine erste Rückmeldung.

 

Über die Zeitschrift diskurs
Die Zeitschrift diskurs versammelt theoretisch innovative Arbeiten, die politische Praxis aus immer wieder neuen, originellen und kritischen Perspektiven analysieren. Dabei werden insbesondere Ansätze mit wechselseitiger Sättigung von theoretischen Argumenten und empirischen Analysen berücksichtigt. Auf diese Weise ist es möglich, die politische Praxis als fortwährendes, unendlich facettenreiches Ringen um die Konstituierung sozialer Ordnung fassbar zu machen – kein rein theoretischer Ansatz und keine isolierte analytische Perspektive wird ihre Erscheinungsformen abschließend behandeln können.

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