Neuer Sammelbandbeitrag: Das (gegen-)hegemoniale Moment der Demokratie

Abstract

Die Hegemonietheorie von Laclau und Mouffe beschreibt das Soziale als Konkurrenz diskursiver Sinnprojekte um das Selbstverständnis einer Gemeinschaft. Demokratie erscheint dabei als ein strategisches Feld, in dem unterschiedliche Deutungsprojekte um die konkrete Lesart des Demokratischen ringen. Aus einer konstruktivistischen Perspektive kann keine Lesart des Demokratischen für sich selbst einen heraus gehobenen normativen Status reklamieren, sodass allein die diskursive Offenheit für neue Forderungen, Gruppen oder Probleme als Kriterium des Demokratischen bleibt. Einer demokratischen Organisationsform von Gemeinschaft entspricht jene, die den Akt der Selbstkonstruktion nicht (vollständig) negiert, sondern immer sichtbar – und damit offen für die Beteiligung weiterer gesellschaftlicher Gruppen – hält. Entscheidend für eine demokratische Demokratie sind hierbei, so die These des Beitrags, die gegenhegemonialen Momente des historisch entstandenen demokratischen Diskurses. Im vorliegenden Aufsatz wird mit Hilfe der Hegemonietheorie eine konstruktivistisch aufgeklärte und für dynamische Prozesse sensible Theorie der Demokratie entwickelt. Demokratisch wird Demokratie durch die breite und fortwährende diskursive Präsenz kritischer Praxis, Ideen oder Symbole – diese gegenhegemonialen Momente sind analytischer Schwerpunkt des hier entwickelten dynamisch-konstruktivistischen Modells von Demokratie.

Der vollständige Beitrag findet sich hier und wurde veröffentlicht im Sammelband „Spurensuche. Konstruktivistische Theorien der Politik“, herausgegeben von Renate Martinsen (Wiesbaden 2014).

Hinterlasse eine Antwort