BLOGseminar. Social Media in der Lehre

Die Mehrzahl der StudentInnen nutzen Social Media-Anwendungen (Facebook, Twitter, Blogs etc.) für ihre Alltagskommunikation – zugleich ist der Bereich der Social Media von rasant zunehmender Bedeutung für die gesellschaftspolitische Kommunikation – nicht zuletzt ermöglichen Social Media-Anwendungen offenbar besonders attraktiv die soziale Interaktion und Kooperation von Menschen. An diesen drei interessanten Punkten setzt das Projekt „BLOGseminar“ an: Es verlegt den Schwerpunkt des Seminargeschehens und überführt damit wesentliche Aspekte des selbständigen und kooperativen Lernens in den Bereich der Social Media bzw. konkret, in den Kontext der etablierten Blog-Plattform WordPress (www.wordpress.com).

Das didaktische Format „BLOGseminar“ wird erstmals im Sommersemester 2012 in den Lehramtstudiengängen der Universität Duisburg-Essen umgesetzt und im Rahmen der Projektförderung “E-Learning in der Lehrerbildung” durch die Universität Duisburg-Essen unterstützt. Mehr Informationen hier.

Im Rahmen der einführenden Präsenzsitzungen konstituieren sich Kleingruppen von Studierenden. Ihre Aufgabe ist es, für den Zeitraum der Vorlesungszeit gemeinsam ein Blog aufzubauen und zu betreiben – also als Journalisten bzw. gemeinsam als Redaktion zu agieren.

Jede Blog-Gruppe übernimmt in Absprache mit dem Dozenten einen thematischen Fokus, der über das Semester in Form von regelmäßigen Artikeln immer wieder beobachtet, bearbeitet und kommentiert wird – etwa in Form von Überblicks- und Hintergrundartikeln, Interviews, Kommentaren, Übersichtsgrafiken oder Pressespiegeln. Als jeweils eigenständige Redaktionen übernehmen die Blog-Arbeitsgruppen das gemeinsame Themenmonitoring. Sie identifizieren politisch relevante Entwicklungen, erstellen spezielle Fragestellungen und implementieren eine redaktionelle Qualitätskontrolle. Das Ziel ist entsprechend die Etablierung und Erfahrung einer kooperativen Redaktionsroutine, wie sie in klassischen Print- als auch modernen Onlinemedien üblich sind.

Über ein Minimal-Setting an individuellen und Gruppen-Aufgaben werden regelmäßige Publikationen und ein Dialog via Kommentierung gesichert. Sie dienen einerseits als Ausgangspunkt für weitere Dynamiken und stellen zugleich prüfungsrelevante Mindeststandards dar.

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